18. September 2011, 13.45 Uhr | Giesbert Damaschke
Update 20.39 Uhr: Beim letzten Versuch, den Airport neu zu starten, hat die Basisstation ihren Geist aufgegeben. Die beschriebenen Probleme lagen anscheinend beim Airport – nicht beim MacBook Pro und auch nicht bei Lion. Jetzt bin ich erstmal wieder über eine Kabelverbindung online. Wired, gewissermaßen.
Gelesen hatte ich davon schon gelegentlich, bislang blieb ich allerdings verschont. Doch jetzt hat es mich auch erwischt: Mein MacBook Pro mit Lion (10.7.1) mag mein WLAN nicht mehr. Gestern ging’s noch, heute nicht mehr.
Der Rechner verbindet sich zwar mit dem Airport, aber ins Internet mag er nicht. Oder jedenfalls nicht allzu schnell. Zuerst hatte ich meinen Provider in Verdacht, doch alle anderen Geräte (iPod touch, iPad, iPhones, MacBook mit Snow Leopard) haben mit der WiFi-Verbindung kein Problem. Um sicher zu sein, dass kein Hardwaredefekt vorliegt, habe ich auf dem MBP zusätzlich Snow Leopard installiert. Und siehe da: Das Gerät ist sofort stabil online. Es liegt also offensichtlich doch an den WiFi-Treiben in Lion.
Die üblichen Tricks (WiFi aus- und wieder einschalten, den Rechner neu starten, Router resetten) funktionieren immer nur temporär. Manchmal ist das MBP nach einem Neustart wieder online, verliert aber die Verbindung nach wenigen Klicks. Eine Suche nach „WiFi Lion Problem“ wirft zwar jede Menge Treffer aus, zeigt aber vor allem, dass die Technik-Blogs überwiegend voneiander abschreiben (besonders dreist ist hier Appdated, die einfach einen Artikel von Cult of Mac übernommen haben, die sich wiederum auf OS X Daily inspirieren ließen).
Geholfen hat allerdings keine der vorgeschlagenen Lösungen. Immerhin, man erfährt, dass man mit diesem Problem nicht allein ist. Allen Anschein nach hat Apple bei den WiFi-Treiber von Lion (wieder einmal) geschlampt.
Bis Apple das Problem durch ein Update löst – 10.7.2 ist ja bereits als Beta im Umlauf –, werde ich wohl wieder mit meinem alten MacBook und Snow Leopard arbeiten (auf dem ich auch dieses kurze Frustposting schreibe).
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3. September 2011, 14.12 Uhr | Giesbert Damaschke
Wer mit der Maus ein Fenster oder ein anderes Objekt verschieben will, der zeigt darauf, hält die rechte Maustaste gedrückt und bugsiert es dahin, wo er es haben will. Beim Trackpad wird das Tippen & Ziehen durch einen eineinhalb Tipp ersetzt: Man tippt zweimal auf das Objekt, lässt beim zweiten Tipp aber den Finger auf dem Trackpad und bewegt anschließend das Objekt.
Mit Lion scheint Apple diese Funktion allerdings abgeschafft zu haben, findet sich doch unter Systemeinstellungen > Trackpad keine entsprechende Option mehr. Doch wie Mac OS X Hints erläutert, ist diese Einstellung nach wie vor vorhanden, Apple hat sie nur an eine andere Stelle geschoben, nämlich nach Systemeinstellungen > Bedienungshilfen. Hier findet man unter Maus & Trackpad die Taste Trackpad-Optionen. Und dort lässt sich Bewegen fürs Trackpad wieder aktivieren:

Tippen und bewegen funktioniert auch mit Lion, Apple hat die Option nur an eine andere Stelle geschoben.
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2. September 2011, 18.06 Uhr | Giesbert Damaschke
Beim Herumspielen mit Tastenkombinationen im Finder bin ich über zwei eigenartige Menüpunkte gestolpert. Hält man ⇧⌥ gedrückt, dann wird aus Ablage > Duplizieren das Kommando Ablage > Exakt duplizieren und Bearbeiten > Einsetzen verändert sich zu Bearbeiten > Exakt einfügen:

Seltsame Einträg im Finder-Menü.
Probiert man dieses Kommando aus, dann ist er der einzige sichtbare Unterschied, dass der Finder beim „exakten“ Arbeiten das Adminkennwort abfragt. Das bringt einen schon mal auf die richtige Spur – anscheinend fummelt der Finder an den Eigenschaften der Datei herum.
Was er dabei genau macht, erläutert Erica Sadun bei Tuaw. Bei einer normalen Copy/Paste-Aktion passt der Finder den Owner einer Datei an, bei der exakten Variante bleibt der Owner erhalten.
(Hinweis von @ishtar_)
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1. September 2011, 14.43 Uhr | Giesbert Damaschke
Ein kleiner Auszug aus meinem demnächst erscheinenden Buch OS X Lion: für Ein- und Umsteiger
:
Wie schon gelegentlich erwähnt, versteckt OS X den Ordner Library in Ihrem Benutzerordner. Das ist eine recht sinnvolle Sache: Denn einerseits muss man im Alltag so gut wie nie auf diesen Ordner zugreifen, andererseits kann ein unbedachter Eingriff in diesem Ordner fatale Folgen für das System haben.
Doch was ist mit den wenigen Fällen, in denen man doch ausnahmsweise einmal auf die Library zugreifen muss? Ganz einfach: Rufen Sie im Finder den Menüpunkte Gehe zu auf und drücken Sie die ⌥-Taste – die Auswahl wird um den Punkt Library ergänzt.

Ein Druck auf die ⌥-Taste fördert einen ansonsten versteckten Eintrag zutage.
Ergänzung, nicht im Buch: Wer die Libray ständig sichtbar haben möchte, der gibt im Terminal das Kommando chflags nohidden ~/Library ein. Mit chflags hidden ~/Library wird der Ordner wieder versteckt. Die Kommandos werden sofort ausgeführt und sind sofort wirksam.
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1. September 2011, 13.47 Uhr | Giesbert Damaschke
Der Zertifizierungsdienst DigiNotar ist jüngst in die Schlagzeilen geraten, kursieren doch zahlreiche (angeblich über 200) gefälscht Zertifikate von DigiNotar, mit denen sich etwa jeder x-beliebige Server für Google oder Google Mail ausgeben kann. Damit sind so genannte „Man in the Middle“-Angriffe möglich. Bislang hat Apple auf dieses Sicherheitsproblem nicht reagiert. Anders als Firefox, Chrome oder Opera akzeptiert Safari weiterhin die potentiell gefälschen Zertifikate. Um das zu verhindern müssen Sie selbst Hand anlegen:
- Starten Sie die Schlüsselbundverwaltung und suchen Sie dort nach „DigiNotar“. Es wird das DigiNotar Root CA-Zertifikat angzeigt.
- Markieren Sie das Zertifikat und lassen Sich sich mit ⌘I seine Informationen anzeigen.
- Erweitern Sie den zu Beginn stehenden Eintrag Vertrauen.
- Ändern Sie den Eintrag von Bei Verwendung dieses Zertifikats auf Nie vertrauen.
- Schließen Sie das Infofenster und bestätigen Sie die Änderung mit der Eingabe Ihres Admin-Kennworts.

Entzieht man dem DigiNotar-Zertifikat das Vertrauen, warnt Safari beim Besuch damit zertifizierter Server. Ein Bug in OS X kann allerdings dafür sorgen, dass diese Einstellung unwirksam ist.
Ab sofort gibt Safari eine Warnung aus, sobald ein Server sich mit einem DigiNotar-Zertifikat ausweisen will.
Allerdings handelt es sich hier leider nur um eine Notlösung, die durch einen Bug in OS X ausgehebelt werden kann:
Users can revoke a certificate using Keychain, but if they happen to visit a site that uses the more-secure Extended Validation Certificates, the Mac will accept the EV certificate even if it’s been issued by a certificate authority marked as untrusted in Keychain.
Es ist auch möglich, das Zertifikat einfach zu löschen, doch kann es unter Umständen automatisch neu installiert werden.
Eine echte Lösung des Problems kann also nur von Apple selbst kommen. Da heißt es (wie so oft bei Apple): Abwarten.
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18. August 2011, 13.27 Uhr | Giesbert Damaschke
Apple ist bekanntlich ein sehr verschwiegenes Unternehmen, das auf ein klares Sender/Empfänger-Schema setzt: Apple sendet, alle anderen empfangen. Der umgekehrte Weg ist für Apple völlig undenkbar. Natürlich reagiert man (irgendwann) auf Kritik der Kunden, natürlich nimmt man Anregungen auf. Aber dass Apple mit Kunden in Foren diskutiert oder Entscheidungen außerhalb von Pressemitteilungen oder Special Events vorstellt oder gar begründet? Ausgeschlossen.
Entsprechend schwer tut sich Apple mit sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook, die man in Cupertino ganz grundlegend nicht versteht. Die Vorstellung, Apple würde einen Kanal benutzen, der jederzeit in Form von Kommentaren als nicht kontrollierbarer Rückkanal funktioniert, ist absurd. Ohne einen solchen Rückkanal sind Aktivitäten in sozialen Netzwerken allerdings nicht nur unsinnig, sondern kontraproduktiv. Also lässt man es lieber gleich ganz bleiben.
Apple und soziale Netzwerke sind schlicht inkompatibel. Das ließ sich schon bei der Einführung von Ping erkennen:
Ping ist das erste Netzwerk, das als Einbahnstraße, wo nicht Sackgasse konzipiert ist und das sich konsequent von allem abschottet, was nicht Ping ist. Ein System, das einzig durch iTunes betreten und durch den iTunes Store verlassen wird, in dem Inhalte und Links, die auf Bereiche außerhalb von Ping verweisen, verboten sind, ist kein Netzwerk, sondern ein verlängerter Zugang zum iTunes Store, bei dem die soziale Aktivität der Mitglieder nicht in Unterhaltung und Dialog, sondern im Klick auf die „Kaufen“-Schaltfläche besteht. Ping legt den Verdacht nahe, dass man sich in Cupertino unter „Unterhaltung“ immer nur „Verkaufsgespräch“ vorstellen kann.
Am liebsten würde Apple das ganze Thema wohl einfach ignorieren – was angesichts der wachsenden Bedeutung und riesigen Nutzerzahlen natürlich nicht geht. Also unternimmt man nach dem Rohrkrepierer Ping noch einen Versuch, soziale Netzwerke irgendwie mit Apple zu verheiraten: Seit gestern findet man im Apple Store beim Mac Pro und dem iPod classic „Share“-Buttons:

Nach Vorstellung Apples sollen die Kunden darüber dann etwa solche Tweets absetzen:

So also sieht „Auf Twitter teilen“ nach Apples Vorstellung aus: Der Kunde macht kostenlos Werbung für die Produkte.
Wie gesagt: Bislang finden sich diese Einladungen zum Spammen nur beim iPod classic und dem Mac Pro, also eher in den Randbezirken des Apple Stores. Hoffen wir, dass sie sich von dort aus nicht verbreiten, sondern möglichst unauffällig wieder verschwinden.
Update: Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es diese Funktion im iTunes Store schon seit längerer Zeit gibt. Stimmt, das hatte ich bislang übersehen. Aber das macht die Sache ja nur noch schlimmer.
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16. August 2011, 12.59 Uhr | Giesbert Damaschke
Gelegentlich taucht die Frage auf, wie man iTunes-Gutscheine auf einem iPhone (oder einem iPod touch bzw. iPad) einlösen kann. Apple hat das ein wenig versteckt. Unter „Einstellungen > Store“ (wo man es erwarten könnte) findet sich leider nichts, doch mit der iTunes- bzw. App Store-App kommt man weiter. Die Taste „Einlösen“ findet sich hier, wenn man auf der ersten Registerkarte („Musik“ bzw. „Highlights“) ganz nach unten scrollt:

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10. August 2011, 12.22 Uhr | Giesbert Damaschke
OS X Lion wird von Apple (aktuell) nur als Download aus dem App Store angeboten, einen physikalischen Datenträger gibt es nicht mehr. Das kann dann zu einem Problem führen, wenn man seinen Mac komplett neu aufsetzen muss. Zwar legt Lion bei der Installation eine versteckte Partition als „Recovery HD“ an, von der aus man das komplette System neu installieren oder aus einem Time-Machine-Backup wiederherstellen kann. Doch was tun, wenn es die Festplatte erwischt hat und die Recovery HD nicht mehr verfügbar ist? Für diesen Fall gibt es nun den Wiedherstellungsvolume-Assistent (doch, der heißt wirklich so), mit dem die Recovery HD auf einen externen Datenträger (USB-Stick oder DVD) kopiert wird (die Seite ist zwar auf englisch, das Tool selbst aber multilingual):

Der Einsatz ist denkbar simpel: externen Datenträger anschließen, Tool starten, abwarten. Nach ein paar Minuten ist die Sache erledigt. Der Datenträger wird anschließend im Finder nicht mehr angezeigt, bei einem Neustart des Systems mit gedrückter ⌥-Taste taucht er allerdings als bootfähige Recovery HD auf:

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9. August 2011, 22.50 Uhr | Giesbert Damaschke
In den USA bekommen derzeit die folgenden Unternehmen von Standard & Poor’s eine AAA-Bewertung:
- Automatic Data Processing
- Exxon Mobil
- Johnson & Johnson
- Microsoft
Da reibt man sich ein wenig die Augen und wundert sich. Müsste Apple mit seinem riesigen Barvermögen nicht ebenfalls in dieser Liste auftauchen? Im Prinzip ja. Allein:
There are a handful of companies that would be considered AAA today but don’t carry a rating because they carry no debt. With $76 billion in cash on hand, Apple is probably the best example. It doesn’t need to borrow, and has no rating.
(Quelle: CNN; via @edbott)
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9. August 2011, 21.57 Uhr | Giesbert Damaschke
Als Hersteller von Antiviren-Software hat man es mit OS X schwer. Allen Unkenrufen zum Trotz gibt es nach wie vor keine ernstzunehmende Schadsoftware für den Mac. Diese eigentlich erfreuliche Situation ist natürlich dann besonders ärgerlich, wenn man Software zur Lösung eines Problems anbietet, das auf dem Mac schlicht nicht existiert. Was tut man in so einem Fall? Man versucht es mit FUD, mit „Fear, uncertainty and doubt“, also mit Angstmacherei. Es gibt keine Viren für OS X? Keine Sorge, die wird es bestimmt bald geben:
Durch die rasant steigenden Absatzzahlen sind Apple-Kunden zu einem beliebten Ziel für Cyberkriminelle geworden.
Mit dieser ebenso oft zu hörenden wie durch keine Evidenz gedeckte Behauptung beginnt eine Pressemitteilung von Trend Micro zur Ankündigung der neuen Software „Smart Surfing for Mac“. Mit dergleichen Langweiligkeiten gibt man sich bei Trend Micro allerdings nicht zufrieden, sondern nimmt nur Anlauf, um im nächsten Satz so richtig abzuheben:
Die Taktrate, mit der Online-Gangster immer neue Schadsoftware veröffentlichen, die speziell auf Mac-Anwender zielt, gleicht sich immer mehr den Verhältnissen der Windows-Welt an, …
Daran stimmt nun wirklich überhaupt nichts. Weder gibt es immer mehr Schadsoftware für OS X, noch gleicht die Situation auch nur im Ansatz „den Verhältnissen der Windows-Welt“. Doch wenn man schon mal so weit gekommen ist, kann man mit manipulatorischer Dreistigkeit auch gleich weitermachen. Denn der Schwindel ist noch nicht zuende, sondern geht jetzt erst richtig in die Vollen:
… wo alle zweieinhalb Sekunden eine neue Bedrohungsvariante erscheint.
Das mag für Windows ja gelten, hat mit OS X aber nichts zu tun, sondern ist pure Stimmungsmache, mit der man dem Leser und potentiellen Käufer des beworbenen Produkts suggerieren will, er sei am Mac in höchster Gefahr und werde alle paar Sekunden von einer neuen Schadsoftware attackiert. Und wenn nicht jetzt, dann aber bestimmt in allernächster Zukunft.
Als Beispiel für diese durch nichts gedeckten Behauptungen präsentiert man uns den zuletzt gesichteten Schädling:
Jüngstes Beispiel ist „Mac Defender“ …
Mac Defender hatte Ende Mai seine 15 Minuten Ruhm, dann wurde es wieder still und kürzlich konnte man sogar die Verantwortlichen festnehmen.
Halten wir also fest, dass als „jüngste Beispiel“ für die sekündlich neu entstehende Schadsoftware ein gut drei Monate altes Programm herhalten muss. Zum Ausgleich jazzt man Mac Defender zum Trojaner hoch:
… das „Trojanische Pferd“ gibt vor, eine Antivirenlösung zu sein, zockt in Wahrheit aber die Anwender ab und stiehlt persönliche Informationen wie Konto- und Kreditkartennummer.
Ein Trojaner ist ein Programm, das im Vordergrund etwas mehr oder sinnvolles tut, während es im Hintergrund unbemerkt allerlei Allotria treibt. Mac Defender tut im Vordergrund nun allerdings überhaupt nichts, sondern versucht nur immer wieder durch erfundene Warnhinweise den Anwender davon zu überzeugen, seine Kreditkartendaten preis zu geben. Kurz: Mac Defender ist Scareware.
Die ersten beiden Absätze der Pressemiteilung sind also nichts als heiße Luft, mit der man die eigene Produktblase befeuern will – und bereiten nebenei den Boden für Scareware wie Mac Defender, die überhaupt nur funktionieren kann, weil Anwender durch die Schwindel à la Trend Micro verunsichert werden. Fast könnte man sagen, dass Trend Micro das Problem, das die Firma lösen will, überhaupt erst erzeugt.
Nach so vielen Nebelkerzen ist es überraschend, dass sich dann doch noch eine wahre Aussage findet:
Dabei zielen moderne Bedrohungen nicht auf das Betriebssystem, sondern auf den Anwender selbst und locken ihn durch zunächst unverdächtig erscheinende Methoden in die Falle, so dass er selbst am Ende für die Infektion seines Rechners sorgt […].
Genau das ist der Trick bei Mac Defender, Phishing & Co. Diese Angriffe gehen nach dem Prinzip des Social Engineerings vor, sie sind Betrug, der völlig unabhängig vom OS funktionert, weil er an der schwächsten Stelle ansetzt: bei der Leichtgläubigkeit des verunsicherten oder einfach nur gierigen Anwenders. Wer angesichts aberwitzigster Versprechungen den Mausfinger nicht still halten kann, partout geknackte Programme installieren will oder bei seltsamer Software aus dubiosen Quellen bereitwillig sein Adminkennwort eingibt, der braucht sich anschließend nicht zu wundern, dass sich auch bei einem Mac Schadsoftware einnisten kann.
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