Mein iPad-Buch erscheint am 20. Mai

Dienstag, 18. Mai 2010, 16.21 Uhr | Giesbert Damaschke

Cover Damaschke iPad BuchEs war ein hartes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt: mein iPad-Buch erscheint am 20. Mai – das zumindest hat mir der Verlag versprochen, wobei mit „Erscheinen“ wohl „Auslieferung von der Druckerei“ gemeint sein dürfte. Bei Amazon oder im Buchhandel wird es dann wohl einen oder zwei Tage später zu haben sein.

Sascha Pallenberg hatte sich schon im April ein wenig gehässig über Buchautoren geäußert, die wie ich ein Buch zu einem Gerät schreiben, dass es angeblich noch gar nicht gibt und das so selbsterklärend ist, dass man dazu kein Handbuch brauche. Na ja. Was ich dazu zu sagen habe, habe ich in Saschas Blog gesagt.

Möglich war dieser Erscheinungstermin nur, weil mir der Verlag ein iPad aus den USA besorgt hatte – ich hatte vor der Arbeit am Buch tatsächlich ein iPad in Händen und im praktischen Einsatz – und in der Produktion Nachtschichten geschoben wurden (wofür ich mich an dieser Stelle einmal bedanken möchte).

Das Buch ist 210 Seiten dick und durchgehend vierfarbig gedruckt. Nach einer grundlegenden Einleitung wird jede App auf dem iPad in einem eigenen Kapitel vorgestellt, im 12. und letzten Kapitel gibt es Tipps und Tricks. Im Anhang wird iTunes erklärt, auch iBooks wird im Anhang vorgestellt – zur Zeit der Manuskriptabgabe war noch unklar, wann iBooks hierzulande verfügbar sein wird. Inzwischen ist klar, dass Apple den E-Book-Reader zusammen mit dem iPad am 28. Mai im deutschen App Store zum Download bereitstellt. Wer das Buch jetzt schon vorbestellen möchte, kann dies bei Amazon versandkostenfrei tun.

Als kleinen Appetizer zitiere ich einfach mal mein Vorwort:

Liebe Leser,

räumen wir gleich zu Beginn ein mögliches Missverständnis aus dem Weg: das iPad ist kein Notebook. Es ist auch kein Netbook oder Laptop, ja, eigentlich ist es auch kein Computer. Jedenfalls dann nicht, wenn Sie unter „Computer“ einen mehr oder weniger großen Kasten mit Tastatur, Maus, Monitor und diversen Kabeln, Schnittstellen und Laufwerken verstehen.

Zugegeben, tief im Innern ist es natürlich doch ein Computer und besteht aus elektronischen Bauteilen, Chips und Prozessoren. Doch wenn das iPad ein Computer ist, dann ist es einer, wie wir ihn bislang nur aus Science-Fiction-Filmen kennen. Es gibt keine Maus, keine Tastatur, keine Kabel. Das iPad besteht nur aus einem großen, berührungsempfindlichen Bildschirm und ist ziemlich genauso groß und schwer wie dieses Buch, nur dünner.

Sie können mit dem iPad so bequem wie noch nie im Internet surfen und Ihre E-Mails bearbeiten. Sie können Filme, Videos und Fotos auf einem brillanten Display betrachten und Ihre Musik damit hören. Sie können darauf Ihre Termine und Adressen verwalten, es als Notizblock benutzen und auch als universelle Straßen- und Landkarte einsetzen. Wenn Sie gern einmal ein E-Book lesen möchten – auch das ist mit dem iPad kein Problem.

Und das ist erst der Anfang. Durch die Installation von Programmen – den sogenannten “Apps” – lässt sich das iPad beliebig erweitern. Mit Apples „iWork“ übernimmt das iPad etwa die typischen Computeraufgaben Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation. Es kann Ihnen als Spielekonsole ebenso dienen wie als virtuelle Staffelei, als Musikinstrument ebenso wie als Nachschlagewerk – die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.

All das erledigt das iPad chamäleongleich. Die Maschine verschwindet fast vollständig hinter der Anwendung – das iPad verwandelt sich in Ihren Händen genau in das, was Sie damit tun möchten. Es ist ein Fenster zum Internet und zwei Fingertipps später ist es eine Spielekonsole. Sie drücken einen Knopf, tippen einmal auf den Bildschirm und schon wird es ein Notizblock. Ein Fingertipp, und Sie lesen in Ihrem E-Book, schlagen einen Atlas auf, schreiben eine E-Mail oder sehen sich einen Film an.

Kurz: Das iPad ist genau das, was Sie daraus machen. In diesem Sinne: Viel Spaß mit Ihrem iPad!

Ihr Giesbert Damaschke

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3 Kommentare zu Mein iPad-Buch erscheint am 20. Mai

FrF schreibt:
21. Mai 2010, 1.01 Uhr

Es kommt auch nicht häufig vor, dass die New York Review of Books einen Technik-Artikel bringt. Die URL erklärt, worum es geht :-)

http://www.nybooks.com/articles/archives/2010/jun/10/ipad-revolution/

typorickfoto schreibt:
23. Juni 2010, 11.21 Uhr

. . . und wann wird es ein neues Buch über das iPhone 4 geben? Ich habe das vom 3GS als knappes, aber bestes Technik-Handbuch mehrfach weiterempfohlen . . . und sogar zwei Mal verschenkt, weil es so gut und schlüssig ist!

Giesbert Damaschke schreibt:
23. Juni 2010, 19.24 Uhr

Das Buch zum iPhone 4 ist natürlich in der Pipeline, aber wann das kommt, steht noch nicht wirklich fest. Zuerst brauche ich mal ein iPhone 4 ;-)

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