26. Mai 2010, 15.05 Uhr | Giesbert Damaschke
Apple legt bekanntlich großen Wert auf die gleichbleibende Qualität seiner Produkte. Das ist schön. Schön wäre es auch, wenn man die gleiche Sorgfalt auch auf die Bestätigungsmails des Online-Stores anwenden würde. Da finden sich fehlerhafte Links, zernagelte Umlaute und ein Durcheinander in der Anrede.
Jüngstes Beispiel: die Versandbestätigung zum iPad. Dass der Link zu „Verfolgen Sie Ihre Sendung online“ hier nicht funktioniert, mag daran liegen, dass Apple das iPad tatsächlich erst am 28. Mai zugestellt sehen möchte. Aber so etwas:

ist genau so peinlich wie der Wechsel zwischen Sie und Du. Hier wurden wohl Textbausteine zusammengesetzt, ohne dass sich jemand die Mühe gemacht hätte, noch mal einen Blick draufzuwerfen:

Apple, das kannst Du aber besser. Hoffe ich mal.
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25. Mai 2010, 12.58 Uhr | Giesbert Damaschke
Matthew Miller hat bei ZD Net einen ersten Erfahrungsbericht von Android 2.2 und der Beta des Flash Player 10.1 geschrieben. Er zeigt sich „quite impressed“, schließlich ist es ihm tatsächlich gelungen, ein paar Flash-Spielchen auf dem Nexus One zu spielen. Aber wenn man diese Randbemerkungen liest –
started up, but then stalled out … which played well for several minutes before the voice got out of sync with the video … I was able to play some games, but on some the controls are not able to be manipulated with the Nexus One touchscreen … but most struggled or were not optimized for the mobile device
– dann kann man schon auf die Idee kommen, dass Steve Jobs’ Thoughts on Flash vielleicht doch nicht so ganz verkehrt sind.
Kein Wort verliert Miller über die Batterielebensdauer und die Wärmeentwicklung. Aber das liest man bei Engadget:
the pre-release beta we have, according to Adobe, lacks hardware acceleration. Ergo, our beloved handset got piping hot after about 30 minutes of heavy video watching, and the battery indicator in the upper right had a sizable dent.
Obendrein ruiniert Flash den ansonsten wohl exzellenten Browser von Android 2.2:
Flash elements lead to stuttering while scrolling and zooming on webpages with Flash content, and even resulted in a low memory warning requiring the tester to actively manage the currently open applications on the test device.
Warten wir also mal ab, wann Flash auf einer mobilen Plattform tatsächlich so funktioniert, wie von Adobe besprochen. Schließlich wäre eine 1a-Flash-Implementation die einzig überzeugende Antwort auf Jobs’ Vorwürfe.
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21. Mai 2010, 14.40 Uhr | Giesbert Damaschke
Neuerdings scheint Steve Jobs Spaß daran zu finden, auf E-Mails von Anwendern direkt zu antworten. Meist nur mit einem „Yep“ oder „Nope“, manchmal etwas länger wie „It will come“ (nämlich drucken mit dem iPad), manchmal lässt er sich auch auf einen regelrechten Flamewar ein.
Ryan Tate will hier erste Anzeichen eines Strategiewechsels sehen, bei Spiegel Online rätselt man, ob es wirklich Steve Jobs ist, der die mitunter etwas enigmatischen Antworten schreibt. Immerhin dürfte Jobs ein paar Millionen Mails pro Monat bekommen – wer wählt da aus, auf welche Mail er oder ein Apple-Mitarbeiter reagiert?
Höchste Zeit, dass da mal etwas Ordnung reinkommt und die verstreuten Mails übersichtlich gesammelt werden. Genau das hat sich das Blog Sent by Steve Jobs zum Ziel gesetzt. Das Projekt steckt noch in den Anfängen und ist weder up to date noch vollständig – aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Übrigens – wenn Sie selbst einmal eine Mail an Jobs schreiben möchten, aber nicht so recht wissen, wie das geht, dann wenden Sie sich vertrauensvoll an den Steve Jobs Email Reply Genarator. Da können Sie sich aus hilfreichen Bausteinen eine 1a-Mail an Jobs zusammenklicken.
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18. Mai 2010, 16.21 Uhr | Giesbert Damaschke
Es war ein hartes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt: mein iPad-Buch erscheint am 20. Mai – das zumindest hat mir der Verlag versprochen, wobei mit „Erscheinen“ wohl „Auslieferung von der Druckerei“ gemeint sein dürfte. Bei Amazon oder im Buchhandel wird es dann wohl einen oder zwei Tage später zu haben sein.
Sascha Pallenberg hatte sich schon im April ein wenig gehässig über Buchautoren geäußert, die wie ich ein Buch zu einem Gerät schreiben, dass es angeblich noch gar nicht gibt und das so selbsterklärend ist, dass man dazu kein Handbuch brauche. Na ja. Was ich dazu zu sagen habe, habe ich in Saschas Blog gesagt.
Möglich war dieser Erscheinungstermin nur, weil mir der Verlag ein iPad aus den USA besorgt hatte – ich hatte vor der Arbeit am Buch tatsächlich ein iPad in Händen und im praktischen Einsatz – und in der Produktion Nachtschichten geschoben wurden (wofür ich mich an dieser Stelle einmal bedanken möchte).
Das Buch ist 210 Seiten dick und durchgehend vierfarbig gedruckt. Nach einer grundlegenden Einleitung wird jede App auf dem iPad in einem eigenen Kapitel vorgestellt, im 12. und letzten Kapitel gibt es Tipps und Tricks. Im Anhang wird iTunes erklärt, auch iBooks wird im Anhang vorgestellt – zur Zeit der Manuskriptabgabe war noch unklar, wann iBooks hierzulande verfügbar sein wird. Inzwischen ist klar, dass Apple den E-Book-Reader zusammen mit dem iPad am 28. Mai im deutschen App Store zum Download bereitstellt. Wer das Buch jetzt schon vorbestellen möchte, kann dies bei Amazon versandkostenfrei tun
.
Als kleinen Appetizer zitiere ich einfach mal mein Vorwort:
Liebe Leser,
räumen wir gleich zu Beginn ein mögliches Missverständnis aus dem Weg: das iPad ist kein Notebook. Es ist auch kein Netbook oder Laptop, ja, eigentlich ist es auch kein Computer. Jedenfalls dann nicht, wenn Sie unter „Computer“ einen mehr oder weniger großen Kasten mit Tastatur, Maus, Monitor und diversen Kabeln, Schnittstellen und Laufwerken verstehen.
Zugegeben, tief im Innern ist es natürlich doch ein Computer und besteht aus elektronischen Bauteilen, Chips und Prozessoren. Doch wenn das iPad ein Computer ist, dann ist es einer, wie wir ihn bislang nur aus Science-Fiction-Filmen kennen. Es gibt keine Maus, keine Tastatur, keine Kabel. Das iPad besteht nur aus einem großen, berührungsempfindlichen Bildschirm und ist ziemlich genauso groß und schwer wie dieses Buch, nur dünner.
Sie können mit dem iPad so bequem wie noch nie im Internet surfen und Ihre E-Mails bearbeiten. Sie können Filme, Videos und Fotos auf einem brillanten Display betrachten und Ihre Musik damit hören. Sie können darauf Ihre Termine und Adressen verwalten, es als Notizblock benutzen und auch als universelle Straßen- und Landkarte einsetzen. Wenn Sie gern einmal ein E-Book lesen möchten – auch das ist mit dem iPad kein Problem.
Und das ist erst der Anfang. Durch die Installation von Programmen – den sogenannten “Apps” – lässt sich das iPad beliebig erweitern. Mit Apples „iWork“ übernimmt das iPad etwa die typischen Computeraufgaben Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation. Es kann Ihnen als Spielekonsole ebenso dienen wie als virtuelle Staffelei, als Musikinstrument ebenso wie als Nachschlagewerk – die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.
All das erledigt das iPad chamäleongleich. Die Maschine verschwindet fast vollständig hinter der Anwendung – das iPad verwandelt sich in Ihren Händen genau in das, was Sie damit tun möchten. Es ist ein Fenster zum Internet und zwei Fingertipps später ist es eine Spielekonsole. Sie drücken einen Knopf, tippen einmal auf den Bildschirm und schon wird es ein Notizblock. Ein Fingertipp, und Sie lesen in Ihrem E-Book, schlagen einen Atlas auf, schreiben eine E-Mail oder sehen sich einen Film an.
Kurz: Das iPad ist genau das, was Sie daraus machen. In diesem Sinne: Viel Spaß mit Ihrem iPad!
Ihr Giesbert Damaschke
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2. März 2010, 13.15 Uhr | Giesbert Damaschke
In der aktuellen c’t findet sich eine ausführliche Gegenüberstellung von iPhone und Android. Dabei wird dem iPhone angekreidet, dass man es nur mit iTunes-Account aktivieren könne – das stimmt –, und dass man für diesen Account zwingend seine Kreditkartendaten an Apple geben müsse: das stimmt nicht.
Apple hat die Möglichkeit, einen Account ohne diese Daten anzulegen zwar ein wenig versteckt, aber sie ist dennoch vorhanden.
Um einen iTunes-Account ohne Kreditkarte oder andere Zahlungsmethode anzulegen, wählt man im App Store zuerst eine beliebige (kostenlose) App und versucht sie herunterzuladen. Da man dafür einen Account benötigt, wird man aufgefordert, einen anzulegen – und in diesem Anmeldedialog taucht bei der Abfrage der Zahlungsinformationen die Option „Keine“ auf:

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19. Februar 2010, 15.00 Uhr | Giesbert Damaschke
Der Rummel um Google Buzz hat mich dazu gebracht, mir mal die Cookies anzusehen, die ich so auf dem Rechner gespeichert habe. Mit erstaunlichem Ergebnis. Mein 27″-iMac ist noch sehr neu, da waren es nur ein paar Hundert. Aber mein schon seit rund zwei Jahren laufendes MacBook hatte da ordentlich was zu bieten: 6368 Cookies aus 2657 Domänen. Und das, obwohl ich nur den Webseiten die Speicherung von Cookies erlaubt habe, die ich tatsächlich besuche.
Also habe ich mir endlich eine vernünftige Cookieverwaltung installiert: Safari Cookies. Das kostenlose Tool übernimmt das Aufräumen der Cookies jetzt automatisch. Alle Google Analytics Cookies werden beim Schließen von Safari gelöscht, alle Cookies von Sites, die nicht auf einer Whitelist stehen, ebenfalls. Auch die Cookies, die Flash setzt, werden gelöscht. Das Tool benötigt SIMBL, das gegebenenfalls automatisch installiert wird.

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